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Title:Die Hanfplantage – Kommentare, Sichtweisen der Legalisierung und die Politik um Cannabis, Drogen in Deutschland und Europa
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Keywords:kiffen,cannabis,drogen,drogenpolitik,europa,joint,bong,bauen,drehen,anbau
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Die Hanfplantage #8211; Kommentare, Sichtweisen der Legalisierung und die Politik um Cannabis, Drogen in Deutschland und Europa
Die Hanfplantage
und unter dem Baum chillen - Privates Blog
Willkommen auf der Hanfplantage, einer privaten Website! Unten folgen Artikel in Sachen Hanf, Drogenpolitik und dem aktuellen Weltgeschehen.
Cannabisabgabe in Berlin #8211; Das Modell und sechs Jahre danach
Ver ouml;ffentlicht am 29. November 2010 von tribble
Kleine Rückschau: Im Jahre 2004 gab es einen Versuch, die Abgabe von Cannabis in Berlin auszuprobieren. Dieser musste zuerst in das Abgeordnetenhaus, die ganze Geschichte siehe oben auf Cannabislegal. So hatten SPD und PDS den Grünen-Antrag für einen Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis in Berlin grundsätzlich begrüßt.
Auf der Podiumsdiskussion #8220;Neue Wege in der Berliner Cannabis-Politik? #8221; waren sich Vertreter fast aller Parteien einig, dass die über 30-jährige Verbotspolitik kläglich gescheitert ist. Nur die CDU blieb unentspannt. So hatte Abgeordneter Kurt Wansner auf der Sitzung des Abgeordnetenhauses Zitate aus Studien genommen, deren Quellen auf rassistischen Pamphleten fussten. Nicht gerade eine saubere Recherche.
Weiterhin wurde die Ausdehnung des Drogenkonsums befürchtet, auch das Landeskriminalamt hatte Bedenken. Er fürchtet einen Anstieg der Kriminalität. Nun zeigt sich an den Beispielen Niederlande, in denen trotz der relativen Verfügbarkeit weniger junge Menschen konsumieren, und Portugal das Gegenteil.
Nachdem die Drogen- und Kriminalitätsproblematik dort immer grösser wurde, änderte die portugiesische Regierung Mitte 2001 den Kurs. Seither sind dort Drogen zwar noch immer illegal, der Besitz einer 10-Tages-Verbrauchsmenge wird aber nicht mehr bestraft oder verfolgt. Also eine Entkriminalisierung. Das gilt nicht nur für die meistkonsumierte Droge auf der Welt, Cannabis, sondern auch für andere Mittel wie Heroin und Kokain.
Nach Zahlen des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction wird Cannabis in Portugal von 3,3, in den Niederlanden 6,1, in Deutschland 6,9 und in den USA von 12,6% der erwachsenen Bevölkerung genutzt.
Es gibt in Portugal seit dem weniger Drogentote, Therapien werden wirksamer, AIDS-Fälle unter Drogenabhängigen nehmen ab, es gibt weniger Verbrechen. Der amerikanische Rechtsexperte Glenn Greenwald hat die Fakten kurz und prägnant in dieser Studie des Cato Institutes (das Greenwald Whitepaper) zusammengetragen.
Wie wäre es, mit diesen neuen standfesten Erkentnissen, mal wieder über eine Cannabisabgabe in Berlin nachzudenken?
Gespeichert in Berlin, Drogen, Drogenpolitik, Hanf, Niederlande | Keine Kommentare #187;
Biodiversität, Milleniumsziele und die Ausrottung von Hanf, Mohn und Koka
Ver ouml;ffentlicht am 28. November 2010 von tribble
Fabian fragt auf Abgeordnetenwatch die Drogenzarin, wie es denn zusammenpasst, dass auf der einen Seite diverse natürlich vorkommende Pflanzen kriminalisiert werden und auf der anderen Seite die Milleniums-Erklärung der Vereinten Nationen hochgehalten werden, die ja ausdrücklich auf die Vollumsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt hinweisen. Eine Frage, die glatt von mir kommen könnte #8230;
Es interessieren sich schon zwei weitere Personen, neben mir, für die Antwort darauf. Mach mit, schreib dich mit deiner E-Mailaddresse ein #8211; du bekommst dann eine Benachrichtigung, wenn die Antwort vorliegt.
Gespeichert in Deutschland, Drogen, Drogenpolitik, Hanf | Keine Kommentare #187;
30 Fakten über Arizonas neue Marihuana als Medizin Gesetze
Ver ouml;ffentlicht am 28. November 2010 von tribble
USA: Die Wahl ist ausgezählt und die Proposition 203 in Arizona #8211; dem Gesetz zu medizinischen Marihuana in Arizona #8211; wurde mit der knappen Mehrheit von 4341 Stimmen (841346 JA, 837005 NEIN) angenommen. Nun gibt es viele Personen, die sich für die Details des neuen Gesetzes interessieren. Hier einige Highlights aus dem Gesetzesvorhaben:
Die erlaubte Menge an Marihuana für Patienten und Fürsorger beträgt 2,5 Unzen (etwa 70 Gramm).
Wenn einem Patienten oder Fürsorger die Erlaubnis zum Anbau erteilt wird, beträgt das Limit 12 Pflanzen, die in einer #8220;geschlossenen und gesicherten Anlage #8221; angebaut werden müssen, die als #8220;Eckkammer, Raum, Treibhaus oder einem anderen geschlossenen Bereich #8221; definiert ist.
Um sich zu Qualifizieren benötigt es folgende Krankheiten: Krebs, Glaukom, HIV/AIDS, Hepatites C, ALS (Lou Gehrig #8217;s), Crohn #8217;s, ALzheimer, Kachexie und Abmagerungssyndrome, starke und chronische Schmerzen, starke Übelkeit, Krämpfe (wie bei Epilepsi) und andere heftige und anhaltende Spastiken (wie bei Multipler Sklerose).
Fürsorger müssen 21 Jahre alt sein und eine Überprüfung ihres Strafregisters auf bestimmte Vergehen über sich ergehen lassen.
Fürsorger dürfen nicht mehr als fünf Patienten versorgen, es muss eine Ausweiskarte für jeden geführt werden.
Fürsorger können eine Aufwandsentschädigung erhalten #8211; keinen Lohn #8211; und nur von ihren eigenen Patienten.
Patienten- und Fürsorgerkarten für medizinisches Marihuana halten ein Jahr und enthalten ihr Foto, Name, Addresse, Geburtsdatum und die Markierung ob es genehmigt worden ist, medzinisches Marihuana zuhause anzubauen.
Wenn der Bundesstaat innerhalb von 45 Tagen keine Karte ausstellen konnte, hat eine Kopie des Antrags die gleiche Kraft wie die Karte.
Patienten und Fürsorger müssen ihre Fingerabdrücke an die Strafverfolgungsbehörden übermitteln und einen Vertrag unterschreiben, dass sie kein Marihuana an Nicht-Patienten abgeben werden.
Patienten und Fürsorger können Marihuana an andere Patienten für eine Gebühr abgeben, solange sie nicht wissentlich die Vorratshaltung von 2,5 Unzen des Patienten überschreiten.
Nicht-Profitorientierte Abgabestellen für medizinisches Marihuana werden erlaubt.
Ein Patient, welcher innerhalb von 25 Meilen zu einer Abgabestellt wohnt, soll nicht sein eigenes medizinisches Marihuana anbauen.
Patienten und Fürsorger sollen kein medizinisches Marihuana in einem Schulbus, der Schule oder Besserungsanstalten bei sich führen.
Patienten sollen kein Marihuana in öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderen öffentlichen Plätzen rauchen.
Patienten sollen nicht unter dem Einfluss von Marihuana Auto fahren; dennoch sind Abbauprodukte von Marihuana kein Anzeichen für einen Einfluss.
Die Bebühr für nicht-profitorientierte Abgabestellen soll nicht mehr als 5000 oder 1000 US-Dollar betragen um eine Lizens erneuert zu bekommen.
Abgabestellen müssen ihr eigenes medizinisches Marihuana kultivieren, dies können sie vor Ort oder an einer anderen physikalischen Addresse.
Patienten und Fürsorger können Marihuana an Abgabestellen abtreten, aber nicht gegen Entschädigung.
Weder die Abgabestelle noch der Anbau soll innerhalb von 500 Fuss zu einer Schule stattfinden.
Es dürfen nicht mehr als eine Abgabestelle pro 10 Apotheken existieren, mit der Ausnahme dass es mindestens eine Abgabestelle in jedem Bezirk geben kann.
Die Karte oder Empfehlung für Patienten aus anderen Bundesstaaten, die medizinisches Marihuana ermöglichen, werden in Arizona anerkannt, aber sie dürfen nicht unbedingt in den Abgabestellen einkaufen.
Patienten in Betreuungsanstalten können auf nicht-Rauch Methoden limitiert werden und nur in bestimmten Gebieten; trotzdem müssen solche Anstalten diese Limitationen nicht umsetzen.
Abgabestellen müssen einen einzelnen sicheren Eingang und ein starkes Sicherheitssystem haben und weiterhin ist keinerlei Medikamentation an diesem Ort gestattet.
Abgabestellen müssen die Käufe der Patienten registrieren und sicherstellen, dass sie nicht mehr als 2,5 Unzen von jeder Abgabestelle innerhalb einer 14-tägigen Periode erhalten.
Es soll ein sicheres, webbasiertes Überprüfungssystem geben, zugänglich für die Strafverfolgungsbehörden und die Abgabestellen um die Namen von Patienten und Fürsorgern anzugeben, aber nicht ihre Addressen und wieviel Marihuana ein Patient von den Abgabestellen in den letzten 60 Tagen erhalten hat.
Nicht-Patienten können nicht bestraft werden wenn sie in Nähe einer gesetzestreuen Nutzung von medizinischem Marihuana sind oder dem Patienten Paraphernalia (Blättchen, Tabak..) geben.
Schulen und Hauseigentümer dürfen die Nutzer von medizinischem Marihuana und ihre Fürsorger nicht diskriminieren außer sie unterstehen einer Strafe der Förderalbehörden.
Arbeitgeber dürfen Patienten und ihre Fürsorger nicht diskriminieren und ein positiver Test auf Marihuanaabbauprodukte sind kein Grund für eine Disziplinierung oder einen Patienten zu entlassen.
Krankenhäuser oder medizinische Behandlungen, inklusive Organtransplantationen, dürfen den Patienten nicht wegen ihrem Gebrauch von medizinischem Marihuana verweigert werden.
Die Fürsorgepflicht von Patienten kann nicht wegen ihrer Nutzung von medizinischen Marihuana entzogen werden.
Der gesamte Text des Gesetzesvorhabens ist bei NORML Stash zu finden. Via NORML Blog
Gespeichert in Drogenpolitik, Hanf, USA | 2 Kommentare #187;
WM 2014: Brasilien zieht in den offenen Krieg gegen die Drogen
Ver ouml;ffentlicht am 27. November 2010 von tribble
Brasilien: Mit einer kleinen Armee von über 17.000 Polizisten versucht die Regierung von Brasilien, genauer Rio de Janeiro, ihre Drogenprobleme vor der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in den Griff zu bekommen. So werden große Töne gespuckt und noch viel mehr Blei. Mit Hubschraubern und Panzern versuchen die Staatskräfte, Stadtviertel von Drogenbanden zurückzuerobern. Der Einsatz wird wirkungslos bleiben, hat aber schon einige Todesopfer gefordert: Wie die Behörden mitteilten, wurden bei Straßenkämpfen am Donnerstag acht Menschen getötet, ein Polizist wurde verwundet. Damit ist die Zahl der Toten seit Beginn einer Welle von Razzien am Sonntag auf mindestens 23 gestiegen. Andere Quellen sprechen von bereits 30 Toten.
via taz
Gespeichert in Drogen, Drogenpolitik | 2 Kommentare #187;
DRUID-Studie um ein Jahr verlängert
Ver ouml;ffentlicht am 24. November 2010 von tribble
Es kursierte das Gerücht, dass die DRUID Studie zu Drogen und Verhalten im Strassenverkehr um ein Jahr verlängert werden würde. Somit habe ich mal eine E-Mail geschrieben, und folgende Antwort erhalten:
Sehr geehrter Herr #8230;,
das Projekt wurde um ein Jahr verlängert.
Die bisher veröffentlichte Berichte (Deliverables) können Sie von unserer Webseite www.druid-project.eu herunterladen.
Es gibt noch keine Grenzwertempfehlung bezüglich Cannabis.
Mit freundlichen Grüßen,
R. Urmeew
DRUID Management
Gespeichert in Deutschland, Drogen, Drogenpolitik | Keine Kommentare #187;
Auf dem CannaFest #8211; Tschechische Republik
Ver ouml;ffentlicht am 21. November 2010 von tribble
Zur Zeit sind wir unterwegs, diesmal zur CannaFest Hanfmesse in der Tschechische Republik. Es ist sehr schoen hier, angenehme Location und ebenso die Besucher. Ein paar Fotos folgen spaeter #8230;
Gespeichert in Hanf | 1 Kommentar #187;
USA: Arizona legalisiert medizinisches Marihuana
Ver ouml;ffentlicht am 16. November 2010 von tribble
USA: Wie die Wahlleiter am Sonntag verkündeten haben die Wähler in Arizona einer Abstimmung zugestimmt, welche die Nutzung von natürlichen Marihuana zu medizinischen Zwecken legalisiert. Dies mit der knappen Mehrheit von 4300 Stimmen. Eine wunderbare Neuigkeit, nachdem Kalifornien nicht auf Anhieb geklappt hatte! Die Wählerschaft in Arizona hat sich damit auf die Seite von Wissenschaft und Vernunft gestellt, um diesen irrsinnigen Verboten ein Ende zu setzen.
Nachdem alle Wahlbezirke ausgezählt worden sind hat die Zustimmung für Proposition 203 50.1 % erreicht und 49.8 % mit #8220;Nein #8221;, nach unoffiziellen Zahlen, die auf der Webseite des Staatssekretärs veröffentlicht wurden. Mehr als 1.6 Millionen Stimmen wurden abgegeben.
Das Marijuana Policy Project (MPP) sagte in einer Stellungnahme, dass sie die Entscheidung begrüßen und dass diese es Menschen, die an Krebs, Aids und anderen Krankheiten leiden, mit der Empfehlung ihres Arztes erlaubt, medizinisches Marihuana zu nutzen.
#8220;Die Wählerschaft in Arizona hat sich auf die Seite der Wissenschaft und des Mitgefühls gestellt und damit den grausamen und irrationalen Marihuanaverboten der Nation einen weiteren Todesstoss versetzt. #8221; sagte Rob Kampia, MPP Vorstand in einer Stellungnahme. #8220;Arizona hat nun die Mainstream-Meinung übernommen, dass ernsthaft kranke Personen nicht wie Kriminelle behandelt werden sollen, wenn ihnen Marihuana Erleichterung verschafft und dass es Ärzten möglich sein soll, ihren Patienten Marihuana zu empfehlen, wenn sie denken, dass es Leiden vermindert. #8221;
Das Marijuana Policy Project hat das Arizona Medical Marihuana Policy Project, die Gruppe welche die Proposition 203 Kampagne durchführte, unterstützt. Die Bundesorganisation zählt sich selbst zu den größten Marihuanagesetzesreformgruppen der USA, und sagt dass sie gerne eine Marihuanaregulierung ähnlich dem Alkohol sehen würden.
Seit 1996 haben 14 weitere Bundesstaaten und der Columbia D.C. Gesetze zu medizinischem natürlichem Marihuana erlassen.
Die Gesetzesinitiative wird den etwa 120 etablierten und staatlich regulierten Kliniken erlauben, Marihuana abzugeben. Jede Menschen, die mehr als 25 Meilen von einer Klinik entfernt leben, wird es erlaubt sein ihre eigne Medizin anzubauen.
via 14.11.2010 #8211; CNN
Gespeichert in Drogenpolitik, Hanf | Keine Kommentare #187;
Petition gegen Heilkräuter-Richtline (THMPD) erreicht 110000!
Ver ouml;ffentlicht am 11. November 2010 von tribble
Es geht an vielen Stellen #8216;rum, die Aufforderung zur Teilnahme an der Petition gegen die Europäische Heilkräuter-Richtlinie. Diese hat am 11.10.2010 schon 112945 MitzeichnerInnen erreicht. Mal schauen, wie es weitergeht..
Interessant an dem Tamtam ist auch, dass viel Falschinformationen grassieren. Insbesondere bei den #8220;direkt Betroffenen #8221;, d.h. Nutzer alternativer Heilverfahren scheint viel Unklarheit zu Herrschen, was nun eigentlich mit dieser Richtlinie ist. Hat sie jemand gelesen?
Da wird über die #8220;geldgierige Pharmalobby #8221; hergezogen, die Bienen und der Genfeld-Abstand müssen dafür herhalten, Diskriminierungen von außereuropäischen Traditionen, Dosierungen, Gefährdung von Arbeitsplätzen in kleinen Unternehmen und und und..
Auch das TamTam ist ungewöhnlich, denn die Richtlinie wurde schon 2004 abgestimmt. Wenn jemand soviel Druck erzeugt, frage ich mich eher: Hat da jemand eine Werbeagentur bemüht? Was sind die Interessen dahinter?
So berichtet HeilPraxisNet wie folgt:
Das Komitee Forschung Naturmedizin e. V. (KFN) sagt eindeutig Nein. Und dabei steht die Vereinigung keineswegs in dem Verdacht, der „Schulmedizin“ oder der Pharmalobby in die Hände spielen zu wollen. Denn die KFN ist eine unter Heilpraktikern und Medizinern anerkannte Organisation, die nach eigenen Angaben die Erforschung von Verfahren der Naturmedizin fördern will. Nach Ansicht der KFN findet derzeit eine #8220;regelrechte Desinformationskampagne #8221; statt, die das „Engagement gutgläubiger Befürworter der Phytotherapie missbraucht. Mit ihrer dubiosen Aktion schaden die scheinbaren Retter der Phytotherapie nicht weniger als ihre erklärten Gegner #8221; so die KFN. Eine drastische Kritik, die hier geäußert wird. Doch schauen wir uns die Fakten einmal etwas genauer an.
Entgegen der Behauptung der Autoren der Petition bezieht sich die angesprochene Richtlinie 2004/24/EG nicht auf „Nahrungsergänzungsmittel und Heilkräuter“ sondern ausschließlich auf „pflanzliche Arzneimittel“. Nahrungsergänzungsmittel sind rechtlich betrachtet Lebensmittel und bleiben deshalb von dieser Regelung gänzlich unberührt. Zudem ist die Gesetzesänderung keinesfalls neu, sondern die Richtlinie wurde bereits am 31 März 2004 verabschiedet.
Doch damit nicht genug, besonders absurd erscheint der KFN die derzeitige Kampagne, weil die neue Richtlinie (2004/24 EG) erst zustande kam, damit #8220;diese Produkte auf dem Markt bleiben können #8221;, wie es dort im Erwägungsgrund 3 wörtlich heißt. Durch diese Richtlinie ist für diese Produktgruppe ein vereinfachtes Registrierungsverfahren eingeführt worden, nachdem die drei Jahre vorher verabschiedete Richtlinie 2001/83/EG für jeden Hersteller eines Arzneimittels die Pflicht vorsah, wissenschaftliche Unterlagen vorzulegen, die seine Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit belegen. Viele pflanzliche Arzneimittel mit langer Tradition konnten diese Anforderung nicht erfüllen. Sie hätten also ohne die Richtlinie 2004/24/EG vom Markt verschwinden müssen.
Auch für die Registrierung eines traditionellen Arzneimittels müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Sie sind im Kapitel 2a, Art.16a der Richtlinie aufgeführt. Traditionelle Arzneimittel müssen demnach bereits seit 30 Jahren, davon seit 15 Jahren in der EU, in Verwendung sein, sie dürfen nur eine bestimmte Stärke haben und sind lediglich in Dosierungen, die kein Risiko für den Patienten darstellen, vor allem für die Selbstmedikation, geeignet. Die Übergangsfrist zur Anpassung vorhandener Präparate an diese Bestimmungen läuft im April 2011 ab.
„Betroffen von den Bestimmungen kann nur derjenige Hersteller sein, der keine Hausaufgaben gemacht hat und alle Fristen tatenlos verstreichen ließ“, kommentierte Prof. Dr. Michael Habs den Vorgang. Es bleibt also festzustellen, dass derzeit eine Kampagne läuft, die keineswegs Verbraucherinteressen einschränken soll. Im Gegenteil: Es wird ein vereinfachtes Registrierungsverfahren für Naturheilkunde Produkte eingeführt. (sb, KFN, 10.11.2010)
Gespeichert in Deutschland, Drogenpolitik | 3 Kommentare #187;
LU: Teilerfolg für Cannabis-Arzt #8211; Petition für Cannabis als Medizin kommt
Ver ouml;ffentlicht am 10. November 2010 von tribble
Luxemburg: Aus der Antwort von Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo auf einen Brief des Abgeordneten Dr. Jean Colombera (ADR) geht hervor, dass Cannabishaltige Medikamente, für die eine Genehmigung für das Inverkehrbringen („autorisation de mise sur le marché“) in einem anderen Land vorliegen, auch in Luxemburg von Ärzten verschrieben und dementsprechend genutzt werden könnten. Colombera, der vor kurzem wegen der Abgabe von natürlichem Cannabis als Medizin verhaftet worden ist, bewerte die Antwort als ersten Erfolg in seinem Kampf für den Cannabis, erklärte er am Dienstag anlässlich einer Pressekonferenz.
Bei einer Hausdurchsuchung am 6. Oktober in der Arztpraxis von Colombera wurden neben Patientendossiers auch Cannabis von der holländischen Firma Bedrocan beschlagnahmt. Colombera hatte in einem Brief vom 25. Oktober 2010 den Minister um Erlaubnis gebeten, einigen von seinen Patienten Cannabis haltige Medikamente verschreiben zu dürfen. Insbesonders handelte es sich dabei um drei Medikamente (Bedrocan, Bediol und Bedrobinol), welche in den Niederlanden erhältlich sind.
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Gespeichert in Drogen, Drogenpolitik, Hanf | Keine Kommentare #187;
Welche Droge ist in meiner Droge?
Ver ouml;ffentlicht am 7. November 2010 von tribble
Die chemische Analyse von 5-Meo-DALT und die Diskussion über inkonsistente Research Chemicals auf dem Markt von 2010. Earth Erowid und Spoon eröffneten am 4. November eine Seite auf Erowid: 5-Meo-DALT ist eine psychoaktive Chemikalie die zuerst von Alexander Shulgin beschrieben wurde. Sie wurde bald darauf synthetisiert und durch Onlinehändler vertrieben. Shulgin berichtet von einer Dosierung von #8220;12-20 mg. Oral #8221; und eine Wirkdauer von zwei bis vier Stunden.
Es kamen Berichte rein mit den üblichen Effekten #8211; von positiv bis nichts bis enttäuscht. Aber einige Posts im Bluelight Forum in 2010 gaben zu verstehen, dass es möglicherweise verschiedene Chargen auf dem Markt kursieren und von verschiedenen Händlern verkauft werden. Einige Personen berichten von deutlich höheren Dosierungen als von Shulgin angegeben während andere Pulver erhalten haben, das nahezu nicht wirksam ist.
Erowid hat sich entschlossen, das ganze mal genauer Anzusehen und der Frage nachzugehen, was die Unterschiede zwischen einigen dieser Materialien sein könnten:
Den Artikel weiterlesen raquo;
Gespeichert in Drogen, Drogenpolitik | Keine Kommentare #187;
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