Title:haze.ch
Description:haze.ch - mann überlebt und geniesst in zürich. triviales und nicht so triviales aus dem leben eines urbanen mannes mit viel kino, literatur, kunst, politik, fotografie, satire, short stories und humor, soweit der möglich ist.
Keywords:zürich, zurich, schweiz, mann, männer, kino, film, cinema, politik, literatur, kunst, fotografie, fotos, foto, photographie, photos, photo, humor, satire, shot story, essen, trinken, anlass, anlässe, ausgang
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Rumms!
von Ray am 23/03/2011
in Gebloggt
Da fahre ich heute Morgen ins Büro. An der Ecke Uetliberg- und Grubenstrasse, da beim Denner, fährt mir eine doofe Kuh ohne nur zu schauen mit ihrer alten Mühle ab dem Parkplatz über einen Fussgängerstreifen genau vor #8217;s Auto. Vollbremsung, es hat knapp gereicht.
Genau in dem Moment, in dem ich zu einem lauten, nicht druckreifen Fluch ansetzen wollte, knallt #8217;s von hinten. Ein schwarzer Mercedes SLK fährt auf mich auf. Während wir unsere Wagen halb auf #8217;s Trottoir auffahren, damit sie aus dem Wege sind, fährt die oben erwähnte doofe Kuh einfach davon. Leider konnten wir kein Nummernschild mehr entziffern, wir waren perplex und selbstverständlich davon ausgegangen, dass alle am Unfall beteiligten Fahrer an Ort bleiben würden. Nachdem noch die Polizei da war, brachten wir unsere Wagen gleich in meine Garage, die ja nur ein paar hundert Meter enfernt liegt. Der fachkundige Werkstattleiter schätzt den Schaden am Mercedes auf ca. CHF 10 #8217;000, während mein Züribergpanzer mit deutlich weniger, nämlich so um die CHF 3 #8217;000 zu buche schlagen wird. Dazu kommt noch Beigemüse wie zwei Ersatzautos für geraume Zeit, ein neues Nummernschild für mich (das alte ist durchlöchert). Zahlen wird das alles die Versicherung vom Mercedes-Fahrer, der übrigens #8211; wie #8217;s dann halt so geht #8211; ein Arbeitskollege von mir ist. Dumm gelaufen, alles. Den Rest des Tages war ich dann noch in einer ärztlichen Untersuchung wegen Schleudertrauma (nur leichte muskuläre Verletzung feststellbar) und darf nun den Rest des Nachmittags auf dem Sofa liegen und mich auf den Abend freuen. Was für ein Tag!
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Der Häuptling in Zürich
von Ray am 19/03/2011
in Gehört
Eben zurück vom Hallenstadion. Da haben sich (ich schätze mal) 12 #8217;000 Leute das Vergnügen gegönnt, dem musikalischen Häuptling der Indianer zu huldigen. Jay Kay und seine Band #8216;Jamiroquai #8217; haben es krachen lassen.
Das Konzert zerfiel in zwei Teile. Einen, den ich so schnell wie möglich vergessen möchte. Die Vorspeise zum später folgenden Leckerbissen war dermassen ungeniessbar, dass ich ihr noch einen separaten Eintrag widmen werde, hier. Zusammen mit ein paar Gedanken zum modernen Musikbusiness von heutzutage. Vergessen wir das mal für den Moment, ich mecker dann schon noch #8211; und zwar gehörig.Zum begnadeten Funk-Rock-Reggae Musiker Jay Kay und seiner Band, die ich zusammen mit meinem Sohn, dem einzig talentierter Musiker in unserer Sippe erlebt habe, weil seine Schwester (sie hat was verpasst!) kurzfristig schieben musste, wegen Zügelstress und anderen Unpässlichkeiten:
Da kam also dieser Mann in Indianerkluft, Häuptlingsfederschmuck und roten Moccasins auf die Bühne und legte los, wie eine Furie. Schon nach einer Minute war klar, dass Jay Kay einen ganz guten Tag erwischt hat, er war super drauf, vorallem auch stimmlich. Auf dem Nachhauseweg sprach ich mit meinem gesangsgeschulten Sohn M. darüber. Wir waren uns gleichzeitig und spontan einig, dass der autovernarrte Brite während der fast zwei Stunden in denen er sein Publikum verwöhnt hat, nicht eine einzige Note ungenau getroffen hätte. Jay Kay ist und bleibt ein begnadeter Sänger. Sensationell.
Aber er ist mehr. Einerseits versteht er es offensichtlich, sich mit erstklassigen Musikern zum umgeben. Die beiden Perkussionisten heute Abend, aber auch der Bass und die Backgroundgirls, waren allererste Sahne. Sie haben mit ihrer Professionalität diejenige von Jay Kay wunderbar untermalt. Aber überstrahlen konnten sie ihn auch im Verband nicht. Die Bühnenpräsenz des Häuptlings, seine genialen Tanzeinlagen, sein indianisches Gehopse zu karibischem Sound (!) waren nicht zu übertreffen. Da war der Meister auf der Bühne. Das Volk im meist tobenden Hallenstadion war sehr glücklich darüber. Bis hoch in die obersten Ränge, sind die Leute von den Stühlen gesprungen und haben getanzt. Das sieht man selten.
Die Playlist war sehr glücklich auf #8217;s Publikum abgestimmt. Etwas neu, etwas alt, so bringt man die Leute zum rocken.
Wenn sich dieser Mann wieder nach Zürich wagt #8211; und er wird, denn es hat ihm und uns gefallen #8211; werde ich wieder dabei sein.
Toll.
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Cerebral Interface
von Ray am 16/03/2011
in Gezwinkert
Bei uns in der Bude werden jetzt alle Mitarbeitenden individuell verkabelt. Stecker in die Birne und fertig. Sie nehmen extra lange Strippen, damit man auch von zuhause aus arbeiten kann.
Die Zukunft hat begonnen.
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job
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Bilder der Apokalypse
von Ray am 16/03/2011
in Gebloggt,Gelebt
Wir haben sie alle gesehen, die Bilder von der grauenhaften Naturkatastrophe im Nordosten Japans. Fotos die uns das aufzeigen, was für die vielen direkt betroffenen Menschen nichts anderes als der Eintritt der Apokalypse sein muss. Ich stehe seit Tagen wie neben den Schuhen, ich habe nachts Albträume, Videos die ich gar nicht mehr sehen will, spulen sich gnadenlos und zwanghaft in meinem Hirn ab.
Ich bin mit Japan sehr verbunden, dort habe ich von Anfang 1975 bis Ende 1982, also acht Jahre gelebt. Die ersten fünf Jahre mitten in Tokyo, wo auch mein ältester Sohn auf die Welt gekommen ist, später dann noch weitere drei Jahre in Kobe, unweit von Osaka im Westen von Honshu. Auch wenn ich nun schon wieder seit bald dreissig Jahren in der Schweiz lebe, ist viel von der Zeit im Fernen Osten in mir übrig geblieben. Ich bin #8211; genau wie meine inzwischen erwachsenen drei Kinder #8211; auch oft noch hingereist. Auch nach Sendai, der Stadt, die ich schon von früher kannte, die nun auf tragische Weise zum weltweit bekannten Begriff geworden ist. Die Gedanken tun weh.
Fotos: So viele habe ich gesehen, eines #8211; es ist im Vergleich zu anderen gar nicht so dramatisch #8211; hat mich am meisten bewegt.
Bildquelle: New York Times online
Hier stehen Einwohner von Sendai auf einem Fussballplatz vor einem Schulhaus für Wasser an. Die sichtbare Disziplin, die Ruhe und Geduld der Menschen selbst in mitten einer Katastrophe ist Abbild von meinem Eindruck der japanischen Bevölkerung. Es wird nicht gedrängelt, niemand fühlt sich selber wichtiger als irgendjemand anderes. Eine gute Seele hat ein paar weisse Schlangenlinien auf den Platz gezogen, die Menschen stehen an. Einer nach dem Anderen, kein Gedränge, niemand mit ausgefahrenen Ellenbogen. Andernorts #8211; wir haben es damals auf Bildern ähnlicher Szenen in Haïti gesehen #8211; würde so eine Trinkwasserverteilung in eine Massenschlägerei ausarten. In Sendai bleiben die Menschen stoisch.
So habe ich Japan und die Japaner erlebt, so haben sie mich immer beeindruckt.
Beeindruckend auch die Qualität der Fotografien, die man unter diesem Link auf der Website der New York Times sehen kann. Nichts für schwache Nerven, leider.
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japan,
sendai,
tsunami
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Weit über Durchschnitt
von Ray am 16/03/2011
in Gehört
Alles, das im Durchschnitt lag, heute Abend, war wohl mein Alter. Anders als bei anderen Konzerten, passte ich altersmässig voll ins Bild und war banaler Durchschnitt. Nicht durchschnittlich aber war, was das Zürcher Kammerorchester (ZKO) an diesem lauen Frühfrühlingsabend in der Tonhalle geboten hat. Das Ensemble schenkte uns einen Abend geschickt kombinierter Gegensätze aus Mozarts Sinfonie Nr. 14, Haydns Violinkonzert Nr. 1, gefolgt wiederum von Mozarts Violinkonzert Nr. 1 und der Abrundung durch Haydns #8220;La Passione #8221;, der Sinfonie Nr. 49. Soviel zum Programm #8211; ein wunderbarer Cocktail aus Mozarts Teenagerzeit und Haydns reifer Musik, war #8217;s.
Das ZKO war diesmal mit einem Gaststar, dem von Weltruhm begleiteten, italienischen Meistergeiger Giuliano Carmignola geleitet. Kein Muhai Tang, kein Sir Roger Norrington (diesen sympatischen Superdirigenten kriegt das ZKO später in der Saison 2011/2012). Carmignola solierte auf seiner fast 300-jährigen Violine aus dem Hause Pietro Guarneri und warf dabei das Publikum von den Stühlen. Grandios, die Klänge, die er dem Instrument entlockte. Für mich waren insbesondere die hohen Töne von einer Reinheit, die ich noch nie vorher gehört habe. Das Instrument gab selbst in den Frequenzbereichen, die uns sonst wohl als unangenehm vorkommen würden, einen milden, angenehmen Klang von sich, der einem wohlige Schauer über den Rücken schickte. Insbesondere das Presto mit dem dritten Satz von Mozart #8217;s Violinkonzert hat begeistert, da waren wir #8211; wohl wie der Rest des ausverkauften Tonhallesaals #8211; einig und glücklich.
Nur schon der Gedanke: Ein siebzehnjähriges Genie schreibt Musik, die 250 Jahre später auf einem noch älteren Instrument, dank eines begnadeten Solisten und eines nicht minder billianten Orchesters einem kundigen, grossen Zürcher Publikum den perfekten Konzertabend beschert. Mich macht der Typ, Mozart, einfach immer wieder ekstatisch. Herrn Haydn halte ich sicher auch in Ehren, aber wenn Mozart erklingt, wird mir immer wieder schwummrig.
Kleine Anekdote, die ich heute gehört habe: Mozart war schon im zarten Alter von 14 #8216;per Du #8217; mit dem 25 Jahre älteren Haydn. Mitte des 18. Jahrhunderts eigentlich undenkbar, da herrschte noch eine andere Ordnung. Offenbar hat Haydn damit dem grössten Kinderstar aller Zeiten seine Reverenz erwiesen.
Sowas wie den Abend heute, das lasse ich mir gerne wieder durch die Ohren. Es war schlicht phantastisch schön.
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Best Meat in Town?
von Ray am 15/03/2011
in Gehypert,Geknipst
Ich bin ja nicht bekannt dafür, dass ich viel Wert auf #8216;Political Correctness #8217; lege. Mit gewissen Auswüchsen des Feminismus habe ich auch meine liebe Mühe.
Aber an dem Idioten, der auf die Idee für dieses Kunstwerk gekommen ist, dürfte die knackpopoige Dame von mir aus ruhig mit dem Hackebeilchen eine Vasektomie vornehmen.
Sowas von geschmacklos und sexistisch habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Tsk.
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feminismus,
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Die Entdeckung kehrt zurück
von Ray am 09/03/2011
in Gebloggt,Gefreut
Da ist sie wieder, zum letzten Mal. Genau ein Jahr ist sie insgesamt im Weltall herumgekurvt, in ihrer langen Einsatzzeit. Faszinierend, die Live-Übertragung der NASA zu sehen, die uns in HD Qualität lupenreine Fernsehbilder auf die Computerbildschirme zaubert. Die #8216;Discovery #8217; ist nach ihrer letzten Mission auf Cape Canaveral in Florida gelandet und geht ins Museum.
Die Space Shuttle Missionen: Eine absolut unglaubliche Erfolgsstory, die leider auch von zwei grossen Tragödien begleitet war, hat ihren Abschluss gefunden. Hoffentlich wird #8217;s jetzt nicht für ein paar Jahre langweilig, ich war seit Yuri Gagarin und Alan Shepard bei der Show dabei. Möge sie weitergehen #8211; denn nur Fortschritt bringt uns als Menschen weiter.
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Hinterhöfisch
von Ray am 06/03/2011
in Gezwinkert
Ich muss schon sagen. Mein Vermieter hier, von dem habe ich immer schon viel gehalten. Hält die Liegenschaft und die ganze Gartenumgebung in technischer und optischer Hinsicht total im Schuss. Gepflegt lebe ich hier. Heute habe ich mit grosser Genugtuung feststellen dürfen, dass nun auch den besonderen Bedürfnissen der Weiblichkeit genügend Rechnung getragen wird.
Wie auf dem Bild zu sehen, haben wir jetzt auch spezielle Frauenparkplätze im Hinterhof.
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Aus dem Wörterbuch {hazeb
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a) Atmospheric moisture, dust, smoke, and vapor that diminishes visibility.
b) A partially opaque covering: Let the polish dry to a haze before buffing it.
2. A vague or confused state of mind.}
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